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Sächsisches

Rot-Kreuz-Museum

Kam. André Uebe

Museumsleiter


August-Bebel-Str. 73
08344 Grünhain-Beierfeld

Telefon 03774/509333
Telefax 03774/662627

 

E-Mail: Museum

Exponat des Monats
- August -

Bezeichnung:  

Buch „Kamerad Schwester“ 1914 - 1918

Eingangsnummer.:  

2009/082

Inventar-Nr.:

01451

Standort:  

Wechselausstellung zum Ersten Weltkrieg

Eingangsdatum:  

09.08.209

Eingangsart:  

Ankauf

Beschreibung 

Bucheinband weist keine Lockerungen auf, Seiten sauber, komplett und ohne Einträge. Buchrücken stabil. Schrift sowohl am Einband und in den Seiten sehr gut lesbar.

                                                          
Schrift:  

Sütterlin

Farbe:  

weiß/schwarz/rot

Schnitt:  

rot

Erhaltungszustand:

gut

Erscheinungsjahr:

1934

Verlag:  

Koehler & Amelang Leipzig

Verfasser:

Helene Mierisch

Material:  

Pappe/Papier

Größe:

Höhe: 19,2 cm

Breite: 13,5 cm

Dicke: 3,5 cm

Gewicht:

470,9 g

Seiten:  

304

Sprache:  

deutsch

Geschichte/Hintergrund:

Lebenslauf von Helene Elisabeth Mierisch, geb. Augustin
Geboren:       25.12.1896 in Einsiedel bei Chemnitz
Gestorben:    10.12.1987 in Heidelberg
Verheiratet, 2 Kinder (Sohn und Tochter)
Sohn ist im II. Weltkrieg gefallen

1. Weltkrieg
-Krankenpflegerin und Schriftstellerin
-Freiwillige Krankenpflegerin im I. Weltkrieg
(mit 17 Jahren machte sie sich im Samariterzeugnis 2 Jahre  älter)
-1917 Ostfront: von der „Seuchenschwester“ über die Operations- zur Narkoseschwester
-1918 Verleihung der Sächsischen Carola-Medaille mit Eichenlaub für Ihren Kriegseinsatz
-1919 Leiterin einer Bezirksanstalt in Zschopau/Sachsen
-1930-iger Jahren Umzug nach Heidelberg

2. Weltkrieg
DRK-Schwesternhelferin an der Universitätsklinik Heidelberg
-Tagebuchaufzeichnungen als den Kriegsjahren 1914-1918 als Grundlage für Ihr Buch „Kamerad Schwester 1914-1918“
-Erinnerung ihrer Pflegearbeit von 1919 bis 1921 in
„Ein Griff ins Leben. Aus meiner Schwesternarbeit“

Wie alles Begann:
2007 bekamen wir eine Anfrage einer Studentin aus Innsbruck,
die eine Diplomarbeit über Schwestern aus dem I. WK schreiben wollte. Leider konnten wir ihr nicht helfen, sie hat aber uns geholfen.
Nach eingehenden Recherchen haben wir erfahren, dass Helene Mierisch in den 1930-Jahren nach Heidelberg gezogen ist. Nach Anfrage beim RK in Heidelberg erfuhren wir, dass sie 1987 verstorben ist und die Traueranschrift Luzern in der Schweiz war.
Eine Anfrage beim RK in Luzern ergab, dass noch eine Tochter lebe.
Sie konnten wir 2009 bei einer RK-Fahrt durch Luzern treffen. So sind viele Informationen und Dokumente in den Besitz unseres Museums gelangt.
Recherchearbeit zahlt sich manchmal doch aus.
Mit unserer Unterstützung ist durch die Deutsche Welle ein Film entstanden. Unter der Rubrik „mit 17“ ist dieser im Internet zu sehen.
Der Link heißt: http://www.dw.de/mit-17-2-helene-ierisch/av-17743298.